Wasser-Brief 1/2001
Trinkwassergewinnung
Unsere Erde trägt ihren Namen eigentlich nicht zu Recht. Denn nur bis zu rund 29 Prozent unseres Planeten bestehen aus Landmassen. Fast 71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt; darum spricht man auch gern vom Blauen Planeten. Von der gesamten Wassermasse sind allerdings über 97 Prozent Salzwasser und deshalb ungenießbar für uns Menschen. Knapp 3 Prozent der Gesamtwassermenge sind Süßwasser, wobei dieses kostbare Gut außerdem nicht gerecht verteilt ist.
Wir dürfen uns glücklich schätzen, weil in der Bundesrepublik jederzeit und überall ausreichend gutes Trinkwasser zur Verfügung steht. Von Region zu Region ist die Wassergewinnung in Deutschland unterschiedlich. Der größte Teil des Trinkwassers kommt aus dem Grundwasser. Wasser wird aber auch aus sogenannten Oberflächengewässern - beispielsweise aus Talsperren, Seen und Flüssen gewonnen.
Seit der Gründung 1909 schöpft Ihr Wasserversorgungsunternehmen, die Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim GmbH, aus der besten aller Trinkwasserressourcen, dem Grundwasser. Im Jahr 2000 förderten unsere Brunnen im Knipprather Wald in Monheim 5 Millionen Kubikmeter Wasser; weitere 1,5 Millionen Kubikmeter Grundwasser kauften wir von den Stadtwerken Solingen zu.
Auf dem Wasserwerksgelände fördern fünf Vertikalfilterbrunnen aus den 25 bis 30 Meter mächtigen grundwasserführenden Schichten das sogenannte Rohwasser. Vereinfacht: Ein Brunnen besteht aus einem langen Rohr, das im unteren Teil viele Schlitze hat und mit einer Kiesschicht umhüllt ist. Durch diese Öffnungen strömt das Grundwasser ein und wird anschließend von elektrischen Unterwasserpumpen über Leitungen zur Trinkwasseraufbereitung gedrückt. Das Wasser muss aufbereitet werden, weil der natürliche Gehalt der Kohlensäure zu hoch ist und außerdem Belastungen durch Nitrat und chlorierte Kohlenwasserstoffe (Lösungsmittel) durch den Menschen eingetragen wurden. Nach der Wasseraufbereitung, über die wir demnächst ausführlich berichten, entspricht das abgegebene Wasser selbstverständlich in allen Punkten der Trinkwasserverordnung (TVO).
Wenn Sie mehr wissen wollen, sprechen Sie mit
Rudolf Gärtner. Tel.: 02173 / 979220.
Der Wasser-Rat
Gewusst wie: Tipps für umweltbewusste Hobby-Gärtner
Die Tage werden länger, die Sonne lässt sich öfter blicken und das erste Aufbrechen der Knospen weckt die Lust am Gärtnern. Das Frühjahr ist die Zeit des Hackens, Jätens, Säens und Düngens. Der kluge Hobby-Gärtner weiß längst: Das Überdüngen von Zier- und Gemüsegärten ist von Übel. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Literatur für den umweltbewussten Hobby-Gärtner gibt's in Hülle und Fülle. Hier einige Tipps:
Mit naturgemäßer Bodenbearbeitung wie das Auflockern mit Gabel oder Sauzahn erreichen Sie viel. Beim Umgraben zerstören Sie das natürliche Bodenleben. Eine Mischbepflanzung macht den lästigen Schädlingen das Leben schwer. Unkrautvernichtungsmittel haben Sie schon längst verbannt. Diese schaden nämlich der Umwelt und damit unserem Wasser. Umweltfreundlicher Dünger vom Komposthaufen sorgt für einen nährstoffreichen Boden. Vor allem im Nutzgarten ist die Bodenbedeckung wichtig. So kann eine Mulchdecke eine zu große Verdunstung verhindern. Doch Vorsicht, eine zu dicke Mulchschicht zieht Schnecken an!
Verschönern Sie Balkon, Terrasse und Garten eher mit heimischen Pflanzen, deren Aufzucht und Pflege einfacher ist. Ziehen Sie eine Artenvielfalt der Monokultur vor. Auch Bienen und Schmetterlinge lieben die Abwechslung.
Wie wir Menschen brauchen auch Pflanzen, vor allem Sämlinge Wasser zum gesunden Wachsen. Doch gießen Sie nicht zu häufig. Die Pflanzen bilden dann kein ausreichend tiefes Wurzelwerk, um in Trockenzeiten zu überleben.


















