Wasser-Brief 1/2002
Wasserinhaltsstoffe und Wasserhärte
Trinkwasser muss nach den Vorschriften der Trinkwasserverordnung (TVO) frei von Krankheitserregern und von gleichbleibend guter Qualität sein: klar, kühl, farb- und geruchlos. So erhalten Sie es auch jahraus, jahrein von Ihrem Versorgungsunternehmen, der Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim GmbH. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. In der Natur kommt es praktisch nie in reiner Form vor. Da es ein vorzügliches Lösungsmittel ist, nimmt es in der Luft und im Boden eine Vielzahl von festen und löslichen Substanzen auf.
Das „weiche“ Regenwasser versickert in der Erde, dringt durch die verschiedenen Bodenschichten, wird gefiltert, löst aber gleichzeitig u.a. Calcium- und Magnesiumverbindungen auf und transportiert sie bis in unsere Brunnen. Diese Substanzen bestimmen die Wasserhärte. Sie wird in vier verschiedene Grade eingeteilt.
Unser Trinkwasser liegt mit 15 Grad deutscher Härte (dH) an der unteren Grenze des Härtebereichs 3.
Es ist eine Binsenweisheit, dass hartes Wasser besser schmeckt, auch „gesünder“ sein soll und uns lebenswichtige Stoffe zuführt. Hartes Wasser hinterlässt aber auch unangenehme Spuren. Die lästigen Kalkflecken beispielsweise kennt jeder. Tee- und Kaffeekenner ziehen weiches Wasser vor. Sie überlisten die Wasserhärte, indem sie die benötigte Menge Wasser im offenen Gefäß mehrfach aufwallen lassen. So setzt sich der Kalk ab.
Neben den Calcium – und Magnesiumverbindungen enthält Wasser u.a. noch die Mengenelemente Chlorid, Natrium, Kalium und Phosphor. Zu den im Wasser enthaltenen Spurenelementen zählen z.B. Chrom Kupfer, Eisen, Mangan, Selen und Fluorid.
Klingt nach Chemieunterricht? Wie gesagt, Wasser hat es in sich! Wenn Sie mehr über die Wasserinhaltsstoffe wissen möchten, fordern Sie unsere Wasseranalyse an. Postkarte genügt.
Sie können sich darauf verlassen, dass wir für die einwandfreie Trinkwasserqualität regelmäßig das Grundwasser analysieren und selbstverständlich immer die strengen Auflagen der Trinkwasserverordnung einhalten. Bund und Länder haben zum Schutz der Gewässer und damit auch des Trinkwassers verschiedene Gesetze, Verordnungen und Vorschriften erlassen. So legt die Trinkwasserverordnung die Grenzwerte für die Inhaltsstoffe fest, und wir garantieren, dass Sie unser Wasser bedenkenlos trinken können – so oft und so viel und wann immer Sie wollen.
Der Wasser-Rat
Das perfekte Bad hilft Wassersparen
Im Badezimmer benötigen wir besonders viel Wasser. Mit der Morgentoilette beginnt der tägliche Wasserfluss. Auf die erfrischende Dusche mag kaum einer verzichten und so richtig wohl fühlen wir uns erst nach dem kräftigen Zähneputzen. Viel Wasser sprudelt tagtäglich aus dem Hahn und in die Toilette. Ein kleiner Dreh oder ein Ziehen an der modernen Armatur – und schon rauscht kaltes oder warmes Wasser. Abends sorgt ein gemütliches Bad für die nötige Entspannung.
Dass dieses Wasser reines Trinkwasser ist, unser wertvollstes Lebensmittel, das wir Wasserwerker aufwendig gewinnen, reinigen und kontrollieren, bevor es in die Haushalte strömt, bedenken wir kaum. Darum für Umweltbewusste einige Tipps:
- Elektrische Geräte zur Warmwasserbereitung sollten so nah wie möglich an den Zapfstellen installiert sein. Kurze Leitungswege verhindern, dass das Wasser lange läuft, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.
- Duschen Sie öfter, anstatt zu baden. Für ein Bad benötigt man dreimal so viel Wasser und Energie wie für eine Drei-Minuten-Dusche. Morgens bringt die Dusche einen außerdem besser auf Trab. Während des Einseifens bitte das Wasser abstellen. Zähneputzen mit dem Becher ist wieder „in“.
- Spar-Spülkästen sind inzwischen wohl selbstverständlich. Also spätestens bei der Renovierung einen modernen Spülkasten installieren.
- Der sparsame Verbraucher nutzt Durchflussbegrenzer für Wasserhähne und Dusche und achtet auf intakte Armaturen. Thermostat-Armaturen mischen kaltes und warmes Wasser automatisch auf die gewünschte Temperatur. Das spart Zeit, Energie und Wasser. (Bei elektronischen Durchlauferhitzern ist diese Automatik schon eingebaut.)
- Automatische Armaturen, die elektronisch oder mechanisch den Wasserfluss stoppen oder zeitlich begrenzen, lohnen sich dort, wo viel Wasser fürs Händewaschen und Duschen benötigt wird.
- Hartnäckige Kalkspuren lassen sich gut mit Essigreinigern und den modernen Mikrofasertüchern entfernen. Wenn Sie die Dusche direkt nach Benutzung trocken reiben, haben Sie weniger Ärger mit Ablagerungen.


















