Wasser-Brief 1/2004
Unser Trinkwasser
Wir drehen den Hahn auf und schon sprudelt es ohne Unterlass: Trinkwasser, unser Lebenselexier. Allerdings nutzen wir nur den kleinsten Teil unseres täglich verbrauchten Wassers tatsächlich zum Trinken. Zurzeit verbrauchen wir Deutschen rund 130 Liter pro Kopf und Tag. Das meiste Wasser verwenden wir fürs Baden, Duschen und für die Toilettenspülung. Nur rund 5 Liter wird fürs Essen und Trinken genutzt.
Temperatur, Geschmack und Aussehen können wir noch selbst beurteilen. Doch kennen wir die Zusammensetzung des Wassers? Was wissen wir über die Trinkwasser-Analyse und was über die Trinkwasserverordnung?
Wasser, diese klare, unscheinbare Flüssigkeit, hat es in sich! Neben Calcium- und Magnesiumverbindungen enthält es u.a. die Mengenelemente Chlorid, Natrium, Kalium und Phosphor sowie Spurenelemente wie Chrom, Kupfer, Eisen, Mangan, Selen und Fluorid.
Trinkwasser muss nach den Vorschriften der Trinkwasserverordnung (TVO) von gleichbleibend guter Qualität sein: klar, kühl, farb- und geruchlos. Da es zum lebenslangen Genuss geeignet sein soll, haben EU, Bund und Länder verschiedene Gesetze, Verordnungen und Vorschriften erlassen. Darin festgelegt sind die Grenzwerte für verschiedene Inhaltstoffe, die uns vor gesundheitlichen Schäden schützen sollen. Das sind z.B. natürliche, aus dem Boden gelöste Bestandteile wie Fluorid oder durch uns Menschen in das Wasser gebrachte Stoffe wie Nitrat oder Pestizide. Hinzu kommen gegebenenfalls noch Substanzen aus Rohrleitungen wie Blei oder Kupfer oder durch die Wasseraufbereitung entstehende Stoffe. Die Grenzwerte für Schadstoffe sind nach strengen Maßstäben festgelegt. Trinkwasser ist schließlich unser wichtigstes Lebensmittel. Kein anderes Genussmittel wird so streng kontrolliert.
Selbstverständlich muss das Wasser auch frei von Krankheitserregern sein. Für eine einwandfreie Qualität sorgen die Wasserwerke in Zusammenarbeit mit den Gesundheits- und Wasseraufsichtsbehörden.
Damit alle Anforderungen stets eingehalten werden, untersucht Ihr Versorgungsunternehmen, die Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim GmbH, regelmäßig das Trinkwasser mikrobiologisch, physikalisch und chemisch. Unsere regelmäßigen Messungen beweisen, dass wir alle Grenzwerte deutlich unterschreiten.
Ausführlichere Informationen finden Sie in unserer Trinkwasser-Analyse sowie in einem Faltblatt für Hausbesitzer des Kreises Mettmann und der Wasserversorger der Region ("Die klarste Sache der Welt: Unser Trinkwasser"). Beide Informationen können Sie gern anfordern - übers Internet: www.verbandswasserwerk-langenfeld-monheim.de oder direkt in unserem "KunZe", Solinger Straße 41, 40764 Langenfeld (Tel: 02173-979500). Dort erhalten Sie auch weitere Informationen für Ihre Hausinstallation.
Sie können zu Fragen der Trinkwasserqualität auch gerne Herrn Rudolf Gärtner anrufen (Tel: 02173 - 979220).
Der Wasser-Rat
Trinken kühlt von innen
Bei körperlicher Arbeit wird chemische Energie in Wärme umgewandelt. Darum schwitzen wir auch, wenn wir unsere Muskeln einsetzen und aktiv sind. Die erzeugte Wärme geben wir dann über den Schweiß nach außen ab und verhindern somit eine Überwärmung unseres Organismus. Eine zu hohe Körpertemperatur wäre gesundheitsschädigend. Schwitzen ist also notwendig, ja sogar gesund. Wer viel schwitzt, verliert auch viel Flüssigkeit. Und diese muss immer wieder ersetzt werden. Sonst entzieht unser Körper dem Gewebe und dem Blut das Wasser, was fatale Folgen hätte. Durch den Flüssigkeitsverlust nimmt unser Blutvolumen ab. Für die Versorgung der Muskeln stehen dann weniger Sauerstoff und Nährstoffe zur Verfügung. Als Folge davon könnte es zu Schwindel, Erbrechen, Muskelkrämpfen bis hin zum Kreislaufkollaps kommen. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichtes verringert unsere Leistungsfähigkeit erheblich.
Neben der körperlichen Leistungsfähigkeit wird auch die geistige Fähigkeit beeinträchtigt, wenn wir nicht ausreichend "nachtanken". Damit unser Gehirn - es besteht zu rund 75 Prozent aus Wasser und ist übrigens unser wasserreichstes Organ - richtig funktioniert, müssen wir ausreichend trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt u.a., vor sportlichen Aktivitäten mindestens einen Viertelliter Wasser zu trinken und regelmäßig kleinere Mengen nachzufüllen.
Durch die Ausdünstung über die Haut und das Atmen verlieren wir auch Mineralstoffe, im Wesentlichen Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. Deshalb empfehlen wir Ihnen besonders in der warmen Jahreszeit: Trinken
Sie im Sommer ruhig mal über den Durst. Ein preiswerteres Mittel für Ihre Gesundheit gibt es nicht. Nutzen Sie das kostbare Nass aber auch äußerlich: Bei Hitze erfrischt eine lauwarme Dusche besser als ein eiskalter Schwall aus der Brause.














