Wasser-Brief 1/2005

Schutz für unser Wasser

Ständige Wasserschutzkontrollen

Wasser-Brief 1/2005Längst wissen wir: Trinkwasser ist ein kostbares Gut, das wir in unserer Region jederzeit in jeder gewünschten Menge erhalten. Und wir wissen außerdem, dass wir dieses lebensnotwenige Element schützen müssen, damit uns die einwandfreie Qualität auch in Zukunft erhalten bleibt. Jeder einzelne von uns sorgt inzwischen dafür mehr oder weniger bewusst. Die Wasserwirtschaft hat sich seit Jahren als oberstes Ziel gesetzt, den Wasserhaushalt nachhaltig im Gleichgewicht zu halten. Was bedeutet das?

Ein Wasserwerk darf nur soviel Wasser fördern, wie aus dem Grundwasser schadlos und auf unbegrenzte Zeit geschöpft werden kann. Die benötigte Fläche für die wasserrechtlich zu genehmigende Fördermenge wird nach naturwissenschaftlichen Berechnungen bestimmt. Sie stellt das Wasserschutzgebiet dar. Dieses wird in unterschiedliche Schutzzonen unterteilt, die mit Auflagen und Verboten geschützt werden:

Die Schutzzone I stellt den näheren Bereich der Trinkwasserförderbrunnen dar. Dieser Bereich darf nur zu Kontrollen und Wartungen betreten werden.

Die Schutzzone II stellt eine hygienische Zone dar. Das Wasser benötigt mindestens 50 Tage, bis es vom äußeren Rand dieser Schutzzone die Trinkwasserbrunnen erreicht. Nur so ist gewährleistet, dass das Wasser keimfrei bleibt. In dieser Zone sind u.a. Bebauungen und bestimmte Landnutzungen verboten.

Die Schutzzone III umschließt das gesamte Wassereinzugsgebiet. Unterteilt wird sie in Zone IIIA und IIIB. Die Zone IIIA umfasst den näheren Einzugsbereich bis 2 km von den Brunnen entfernt, die Zone IIIB umschließt das restliche Gebiet.

Schaubild Wasserhärte

Wir können uns glücklich schätzen, dass unser Wasserwerk im Knipprather Wald in Monheim am Rhein ausschließlich Grundwasser fördert.

Nicht immer können Landwirtschaft und Wasserwirtschaft konfliktfrei zusammenleben. Werden aber Dünge- und Pflanzenschutzmittel sachgerecht eingesetzt, belasten sie weniger unsere Umwelt und damit das Grundwasser. Deshalb gibt es seit 1983 Vereinbarungen zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird von den Wasserversorgungsunternehmen finanziert. So beraten Experten die Landwirte und Gartenbaubetriebe in Fragen des Gewässerschutzes. Für uns hat sich das bereits bewährt. War z.B. die Belastung des Grundwassers durch Nitrate vor einigen Jahren noch ein Problem für uns, so ist dies für uns heute kein Thema mehr.

Es zahlt sich aus, mit Vorsorge und Nachhaltigkeit zu handeln, zum Wohle unseres Wassers.

Der Wasser-Rat

Heute schon gekneippt?

Im November, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, freuen wir uns bereits auf die warme Jahreszeit. Ist es im Sommer dann extrem heiß, klagen wir über die Hitze. Denn bei vielen stellen sich Kreislaufbeschwerden ein. Selbst gesunde Menschen können bei lang andauernden hohen Temperaturen Probleme bekommen: Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck fällt ab. Wenn das Blutdruckmessgerät längere Zeit unter 100/70 anzeigt, starke Schwindelgefühle und ständige Müdigkeit auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Ansonsten hilf Dir selbst!

Kalte Dusche statt Kaffee

Der Muntermacher Kaffee hilft zwar vorübergehend bei niedrigem Blutdruck, doch nach kurzer Zeit sinkt die Leistungskurve wieder ab. Wichtig ist deshalb, gerade im Sommer viel zu trinken. Sinnvoll ist das kalte Duschen am Morgen. Durch kaltes Wasser ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Herz und Kreislauf werden angeregt und die Abwehrkräfte steigen. Natürlich gilt dies nur für Menschen mit gesundem Herzen.

Der Pfarrer Sebastian Kneipp entwickelte im 19. Jahrhundert eine Therapie, die Menschen mit Kreislaufbeschwerden helfen kann, wieder in Schwung zu kommen. Die nach ihm benannte Wasserkur ist inzwischen ein Klassiker. Die Wirkung von Bädern, Taulaufen, Wassertreten, Waschungen, Wickeln und Güssen werden in zahlreichen Kurorten erfolgreich angeboten. Aber auch zu Hause können wir die Kneipp'schen Anwendungen leicht erproben. Hier drei einfache Beispiele:

Kaltes Armbad hilft bei Abgespanntheit

Füllen Sie das Waschbecken mit kalten Wasser (12 bis 18 Grad) und tauchen Sie die Arme bis zur Mitte des Oberarms für ca. 10 bis 30 Sekunden ein. Danach das Wasser nur abstreifen. Kann mehrmals am Tag wiederholt werden.

Knieguss gegen Krampfadern

Beginnen Sie mit dem rechten Bein. Gießen Sie kaltes Wasser (am besten mit dem Schlauch) vom Fußrücken außen aufwärts, bis handbreit über das Knie, kurz verweilen und auf der Innenseite abwärts. Das gleiche Spiel dann mit dem linken Bein. Zum Schluss beide Fußsohlen abkühlen.

Wassertreten für die Durchblutung

Badewanne (oder große Schüssel) mit kühlem Wasser füllen und für ca. eine halbe bis eine Minute bei jedem Schritt ein Bein aus dem Wasser heben. Wasser abstreifen, sofort Strümpfe anziehen und bis zum Wiedererwärmen umherlaufen.
Vorsicht: Dieser Storchengang im kalten Wasser ist nichts für schwache Blasen. Wenn Sie einen Garten haben, laufen Sie mit nackten Füßen nach einem Regenguss über die Wiese. Das macht Spaß, ist gesund und kostenlos.