Wasser-Brief 2/2001
Trinkwasseraufbereitung
Gerade in der warmen Jahreszeit nutzen wir Wasser besonders oft und auf ganz unterschiedliche Weise: zum Duschen, Kochen, Waschen, zum Trinken, für Mensch, Tier und Pflanzen. Weil wir es ganz selbstverständlich jederzeit in ausreichender Menge erhalten, haben wir verlernt, es genügend zu schätzen. Es ist ja stets da. Um die erforderliche Menge an Trinkwasser brauchen wir uns in unseren Breitengraden keine Sorgen zu machen. Was aber die Wasserqualität betrifft, da ist jeder einzelne - und nicht nur wir Wasserwerker - gefragt.
Die öffentliche Trinkwasserversorgung wird immer wieder bedroht durch den Eintrag unerwünschter Stoffe - beispielsweise Nitrat oder Pestizide. Ihr Versorgungsunternehmen, das Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim, garantiert jedoch eine einwandfreie Trinkwasserqualität. Dafür unternehmen wir große Anstrengungen. Mit aufwendigen und kostspieligen Methoden bereiten wir das Grundwasser im Wasserwerk in Monheim auf. Die dichte Besiedlung und die vielen landwirtschaftlichen Flächen in unserem Einzugsgebiet machten uns Anfang der achtziger Jahre Sorgen. Wir entschlossen uns damals zum Bau weiterer Aufbereitungsstufen, die chlorierte Kohlenwasserstoffe (z.B. Reste von Reinigungsmitteln, technischen Lösungsmitteln, Abbeizern, Farben oder Pinselreinigern) und auch Nitrat (aus Landwirtschaft und Gartenbau) aus dem gewonnenen Grundwasser entfernen. Da es sich bei der biologischen "Denitrifikation" um eine völlig neue Technik handelte, hat sie der Bundesminister für Forschung und Technologie bezuschusst.
Das im Knipprather Wald von unseren fünf Brunnen geförderte Grundwasser ist aber auch reich an natürlicher Kohlensäure. Deshalb verringert eine Entsäuerungsanlage den Kohlensäuregehalt. Gleichzeitig werden dort noch die in geringen Mengen vorkommenden Schwermetalle (wie Eisen und Mangan) entfernt.
Diese umfangreichen Maßnahmen und zusätzliche ständige Qualitätskontrollen gewährleisten eine einwandfreie Wasserqualität, die den strengen Regeln der Trinkwasserverordnung (TVO) entspricht. Trotzdem ist jeder einzelne für die Qualität der Wasserressource verantwortlich und sollte deshalb die Verschmutzung unserer Gewässer vermeiden. Auch Sie können uns dabei helfen.
Schauen Sie bitte mal zwei, drei Minuten auf die vereinfachte Skizze unser Trinkwasseraufbereitungsanlage. Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie doch einfach unser Wasserwerk. (Telefon: 02173/979220 - Rudolf Gärtner)
Wasserrat
Heiße Tipps für heiße Tage
Wer viel trinkt, meint es gut mit sich und seiner Gesundheit. Mindestens zwei, besser drei Liter Flüssigkeit täglich werden empfohlen. Allerdings "verlernen" häufig ältere Menschen das Gefühl für Durst. Die Folge: Verstopfung, Nierenleiden oder Kreislaufbeschwerden. Insbesondere wer Tabletten einnimmt, muss reichlich trinken, damit die Abbauprodukte ausgeschieden werden.
Im Sommer ist der Flüssigkeitsbedarf besonders hoch. Deshalb sollten ältere Erwachsene zu kleinen Tricks greifen. Unser Tipp: Wenn Sie eher zu wenig trinken, stellen Sie zuhause an mehreren Stellen gefüllte Wassergläser hin und trinken Sie so nebenbei immer einen Schluck. In jedem Fall aber mindestens ein Glas vor den Mahlzeiten.
Wir empfehlen Ihnen, guten Gewissens den preiswertesten Durstlöscher aus dem Wasserhahn zu sich zu nehmen. Lassen Sie morgens zunächst ein, zwei Liter ablaufen - fangen Sie es für die Pflanzen auf - oder Sie duschen zuerst und betätigen die Wasserspülung, damit das abgestandene Leitungswasser ablaufen kann. Eine mögliche Anreicherung an Metallen aus dem Rohrwerkstoff wird gleichzeitig ausgespült. Die nächsten Gläser werden köstlich, denn kühl schmeckt das Trinkwasser am besten. Wer es spritzig vorzieht, nutzt einen Trinkwassersprudler. Ein Dreh, ein Druck, ein Zischen - und schon haben Sie ein sprudelndes Erfrischungsgetränk, preiswert, kalorienfrei und gesund.
Noch eine weitere "Wasserempfehlung" für die heiße Jahreszeit: Sollte Ihnen die Hitze zusetzen, duschen Sie nur lauwarm. Und tauchen Sie zwischendurch Ihre Arme bis zum Ellenbogen in ein Waschbecken mit kaltem Wasser. Auch die Füße schätzen immer wieder mal ein kaltes Bad.


















