Wasser-Brief 2/2002
Die öffentliche Wasserversorgung und was sie kostet
Wasser ist für Menschen, Tiere und Pflanzen ein lebenswichtiges Element. Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Da Wasser uns aber jederzeit zur Verfügung steht – nur ein kurzer Dreh, Druck oder Händeklatschen und schon strömt es aus dem Wasserhahn – also ganz selbstverständlich ist, verschwenden wir keinen Gedanken daran. Was machten wir wohl, wenn es einmal zwei, drei Tage nicht verfügbar wäre? Schon wenige Stunden ohne Wasser, beispielsweise bei einem Rohrbruch, verderben die Laune. Lassen Sie uns einige Minuten erzählen, was ein Wasserversorgungsunternehmen tut, damit Sie dieses unverzichtbare Gut immer erhalten und wie viel dieses kostbare Nass kostet.
Ausreichende Niederschläge sorgen in Deutschland dafür, dass sich unsere Wasservorkommen immer wieder erneuern. Trinkwasser wird aus Grund-, Oberflächen- und Quellwasser gewonnen. Ihr Wasserversorger, die Verbandswasserwerk Langenfeld –Monheim GmbH, ist in der glücklichen Lage, ausreichend Grundwasser, die beste Wasserressource, zu fördern.
Bundesweit werden rund zwei Drittel des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Die privaten Haushalte und das Kleingewerbe gehören zu den dominierenden Wasserabnehmern. Zurzeit beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Einwohner und Tag 128 Liter. Das veränderte, umweltbewusstere Verbraucherverhalten und moderne Technik wie wassersparende Haushaltsgeräte und Armaturen sorgten in den letzten über 20 Jahren für einen Rückgang des Wasserverbrauchs.
Vorrang vor allen anderen Nutzungen des Trinkwassers hat die Versorgung der Bevölkerung. Diese Aufgabe übernehmen bundesweit ca. 7.000 Wasserversorgungsunternehmen. Wer wie viel Wasser erhält, also die Entnahmemenge, wird von der Wasserbehörde festgelegt, wobei die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Wir garantieren Ihnen, dass Sie ein Leben lang und zu jeder Zeit ausreichend Trinkwasser erhalten und es auch ohne Bedenken genießen können.
Grundlage für die hervorragende Trinkwasserqualität in Deutschland ist die Trinkwasserverordnung (TVO) mit ihren strengen Grenz- und Vorsorgewerten. Außerdem überwacht die Gesundheitsbehörde die Qualität des Wassers. Trinkwasser ist das bestkontrollierte Lebensmittel. Die hohe Trinkwassergüte, das Einhalten der Grenzwerte, die ständige Überwachung der Wasserqualität, der Bau der Leitungsnetze, die kontinuierliche Pflege und der Betrieb des Rohrnetzes – dies alles hat natürlich seinen Preis.
Zu Ihnen nach Hause gelangt das Wasser über ein weitverzweigtes unterirdisches Leitungsnetz. Für den Bau und die Pflege dieses Rohrnetzes gelten höchste Standards. Unsere Rohrleitungen werden ständig verlängert, überwacht, ausgebessert und ersetzt.
Der Wasserpreis setzt sich zusammen aus dem Arbeitspreis für das abgenommene Wasser (gemessen in Kubikmeter = m³) und einem Grundpreis für das Bereitstellen der Anlagen. Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) von zurzeit 7% wird zusätzlich berechnet. Der Arbeitspreis beträgt für den allgemeinen Bedarf netto 1,45 Euro und brutto 1,55 Euro pro Kubikmeter. Der Grundpreis bestimmt sich nach Zahl und Nenngröße (es gibt 7 verschiedene Nenngrößen) der eingebauten wasserwerkseigenen Wasserzähler von mindestens netto 4,20 Euro und brutto 4,49 Euro pro Monat (kleinste Nenngröße) bis zu netto 75,00 Euro bis brutto 80,25 Euro pro Monat (größte Nenngröße). Diese Tarife gelten ab dem 1. Januar 2002.
Einfaches Beispiel: Der Wasserjahresverbrauch eines 4-Personen-Haushaltes beträgt zurzeit rund 187 m³ und kostet € 343,85. Für einen Liter müssen Sie nur 0,18 Cent berappen. Das ist es uns doch wert!
Der Wasser-Rat
Wasser-Trink-Tipps
Bleibt einmal das Wasser im Haushalt aus, zum Beispiel, wenn es vorübergehend abgestellt werden muss, dann tun wir uns schwer. Nur selten drehen wir vergeblich am Wasserhahn! Was aber passiert, wenn unserem Körper das lebenswichtige Trinkwasser fehlt?
Ernährungswissenschaftler haben herausgefunden, dass selbst leichter Wassermangel die Konzentration und das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen kann. Deshalb empfehlen sie uns, über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken. Am besten Wasser pur oder aufgesprudelt, gemischt mit Säften oder Sirups. Bei der Arbeit, beim Sport und in der Freizeit: Trinken hält fit.
Flüssigkeitsverluste von nur 2 Prozent des Körpergewichts vermindern die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Bei einem 70 kg schweren Menschen entsprechen 2 Prozent 1,4 Liter. Allein 1,2 Liter pro Tag verliert der Körper über das Atmen, die Haut und durch Ausscheidungen bei normalen Klimabedingungen. Bei höheren Temperaturen oder Schwitzen bei Anstrengungen verdoppelt oder verdreifacht sich die Menge leicht. Der gleiche Effekt tritt auf beim Konsum von Kaffee, Tee oder Alkohol, weil diese Getränke den Körper entwässern.
Achten Sie auf die Signale des Körpers, denn normalerweise schlägt er „Durstalarm“. Trinken sollten Sie sich immer vornehmen, es planen, es sich ins Gedächtnis rufen. Vor allem Kinder und ältere Menschen müssen ans Trinken erinnert werden.
Ein guter und vor allem der preiswerteste Durstlöscher ist das Trinkwasser. Es ist stets in guter Qualität und kalorienfrei zu haben. Wem Wasser pur nicht mundet, der sprudelt es auf oder mischt es nach seinem Geschmack. Ein bis zwei Liter sollte ein Erwachsener schon „nachtanken“. Unsere Empfehlung: Stellen Sie sich Getränke in Sichtweite bereit, trinken Sie immer in Pausen, trinken Sie zu jeder Tasse Kaffee oder Tee ein Glas Wasser und peppen Sie den Kranenberger ruhig mal auf!














