Wasser-Brief 2/2003
Der Grosse Durst
2003 "Internationales Jahr des Süßwassers"
Die Vereinten Nationen haben das zu Ende gehende Jahr 2003 zum "Internationalen Jahr des Süßwassers" ausgerufen. Wasser ist nämlich "der Konfliktstoff des 21. Jahrhunderts". Mehr als 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Täglich sterben 6.000 Kinder an den Folgen verschmutzten Wassers.
In unserer wasserreichen Region machen wir uns wenig Gedanken darüber, was wir tun würden, hätten wir nicht tagaus, tagein einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung. "Wasser kommt aus dem Hahn", jederzeit und in jeder gewünschten Menge - das ist doch klar! Wenn wir von Wasser reden, denken wir spontan an unsere Baggerseen in unmittelbarer Nähe oder an den Rhein quasi vor unserer Haustüre. Wir wissen, dass wir vom sauberen Süßwasser jede Menge haben können - zum Trinken, Kochen, Duschen oder Baden, zum Auto- oder Wäschewaschen und natürlich auch fürs stille Örtchen. Wir benötigen eigentlich nur zwei kleine Finger einer Hand - und schon plätschert das kostbare Nass in die Glaskaraffe, in die Badewanne oder durch den Gartenschlauch.
Der blaue Planet
Für sechs Milliarden Menschen auf unserem Planeten gibt es jede Menge Wasser. Denn rund 71 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Zwischen dem flüssigen Wasser, der Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff, kurz H2O genannt, und dem aus ihm entweichenden Wasserdampf sowie dem Schnee und Eis besteht ein ständiger Kreislauf.
Allerdings sind über 97 Prozent des Wassers der Erde Salzwasser. Die übrigen drei Prozent Süßwasser liegen größtenteils in gefrorenem Zustand in den Polarregionen und den Hochgebirgen. Nur 0,3 Prozent ist überhaupt als Trinkwasser nutzbar. Wissenschaftler haben errechnet, dass für jeden Erdbewohner jährlich 2.000 Kubikmeter sauberes Wasser zur Verfügung stünden. Nur: die meisten Menschen leben an Orten, an denen Wasser knapp ist.
Bevölkerungswachstum, Verschwendung, Verschmutzung und Klimawandel machen dem Trinkwasser zu schaffen
In den letzten 50 Jahren hat sich weltweit der Verbrauch von Wasser wegen des rasanten Bevölkerungswachstums vervierfacht. Schon heute leben 450 Millionen Menschen in Ländern mit Wasserknappheit. In vielen Ländern der Dritten Welt müssen Menschen verdrecktes Wasser trinken. Anders können sie ihren Durst nicht stillen. Dadurch entstehende Krankheiten töten jährlich bis zu sieben Millionen Menschen.
Wasserreiches Deutschland
Bei uns in Deutschland herrschen dagegen paradiesische Zustände. Unsere Wasservorräte reichen aus - auch wenn der letzte trockene Sommer unseren Flüssen und Stauseen eine bedenkliche Menge Wasser vorenthalten hat.
Der Wasserverbrauch der privaten Haushalte und der Industrie ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Jeder Deutsche verbraucht heute rund 130 Liter Wasser am Tag. Die Trinkwasserqualität ist, dem Umweltbundesamt zufolge, flächendeckend gut bis sehr gut. Vor allem gelte das für die Güte des Grundwassers. Und Sie, liebe Verbraucherinnen und Verbraucher, erhalten von der Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim GmbH, Ihrem Versorgungsunternehmen, stets einwandfreies Trinkwasser, das unsere fünf Brunnen im Knipprather Wald dem Grundwasserspeicher entnehmen.
Heute haben wir Ihnen den flüssigen Stoff als "schwere Kost" serviert. Vielleicht genießen Sie den nächsten Schluck Wasser einmal bedächtig und bringen diesem kostbaren Gut ein wenig Wertschätzung entgegen.
Der Wasser-Rat
Schwitzen für Gesundheit und Wohlbefinden
Immer mehr Deutsche entdecken die Wohltaten der Sauna und schwitzen regelmäßig, um sich gegen Erkältungskrankheiten abzuhärten. Durch die eingeatmete heiße Luft werden nämlich die Schleimhäute besser durchblutet und die Produktion körpereigener Abwehrstoffe gegen Erkältungsviren angekurbelt. Auch Herz und Kreislauf kommen beim Schwitzen richtig in Schwung. Wer hohen Blutdruck hat, unter Venenschwäche leidet, eine Herzerkrankung oder eine andere chronische Erkrankung hat, sollte vor dem Saunabesuch seinen Arzt befragen. Bei akuten Erkältungen oder Halsentzündungen ist die Sauna sogar schädlich.
Viele Sauna-Anlagen bieten unterschiedliche Saunen an: Da gibt es schonende Softsaunen, Dampf- oder Bio-Saunen. Die Temperatur beträgt hier höchstens 60 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. In der herkömmlichen Sauna wird es bis zu 90 Grad heiß bei einer Luftfeuchtigkeit von höchstens 20 Prozent.
Eine nachhaltige Stärkung des Immunsystems erreichen Sie am besten bei regelmäßigem Saunabesuch - möglichst einmal die Woche.
Worauf Sie achten sollten
Aufs richtige Schwitzen kommt es an. Anfänger sollten vorsichtig sein und die Aufenthaltszeit in der Sauna langsam steigern. Wer sich nicht wohlfühlt, verlässt umgehend den Schwitzraum. Höchstens drei Saunagänge von maximal 15 Minuten sind empfehlenswert. Bringen Sie immer genügend Zeit mit. Denn die Ruhepausen zwischen den Saunagängen sollten mindestens doppelt so lange sein wie die Schwitzzeit.
Erst nach dem letzten Saunagang Flüssigkeit "nachtanken". Am besten trinken Sie "Kranenberger pur" oder mit Trinkwasser verdünnte ungesüßte Fruchtsäfte, um die ausgeschwitzten Mineralstoffe wieder aufzunehmen.
Gehen Sie nicht hungrig in die Sauna, denn wenn der Blutzucker zu stark absinkt, kann es zu Schwindelanfällen kommen. Einfache Tipps und Verhaltensmaßregeln finden Sie im Übrigen in jedem Saunabereich.














